Freitag, 20. Dezember 2013

"Spring Breakers" [US '12 | Harmony Korine]

Vielleicht fängt den momentanen Zeitgeist kein anderer Film besser ein als "Spring Breakers"; weil er selber nur eine leere Fläche ist, auf die jeder interpretieren darf, was er möchte. Ob er die leeren, sich stetig wiederholenden Worthülsen, die aufgeblasenen Posen und andauernden Oberflächlichkeiten einer Welt voller Schwanzkompensatoren nun aber selber unhinterfragt abfeiert oder ganz gezielt dekonstruiert ist irgendwo dann auch scheißegal, dafür ist das alles zu geil, geradezu selbstbesoffen prätentiös und in seinem fragmentarischen Bilderrausch, der wie ein nervöser Fiebertraum über dich hinein-bricht und ausgerechnet mit Spears eine der beeindruckendsten Szenen der letzten Jahre auffährt, einfach zu virtuos in Szene gesetzt. Wunderbar gespielt ist dieser gefilmte Exzess ohnehin, ansonsten speist sich Korine aus Repetition, Zitat und der ganz großen Pose. Ein lächerlicher Film voller Scheiße im Hirn. Die Erlösung, endlich. 

8/10

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