Wer nach der Indie-Perle „Slender“ mal wieder Lust auf echten, psychologischen Horror bekam, kann jetzt
einen (kurzen) Blick in die kostenlose Alpha-Version von „Among the Sleep“
werfen. Das vom norwegischen Entwickler-Team Krillbite Studios
stammende Horror-Game besticht bereits durch die innovative Prämisse,
das gesamte Spiel durch die Augen eines zweijährigen Jungen zu
erleben. Dabei durchläuft bzw. durchgrabbelt man gemeinsam mit seinem lebendigen Teddy das
offenbar verlassene Zuhause auf der Suche nach seinen verschwundenen Eltern,
während sich zudem noch etwas anderes im Haus aufzuhalten scheint.
Die perfekte Ausgangslage also um auch hart-gesottenen Horrorfans
ordentlich den Kackstift in die Hose zu treiben. Auf Kickstarter kann
man die kreativen Köpfe hinter diesem fiesen, kleinen, aber sehr
atmosphärischen Horrortrip darüber hinaus eine große oder kleine
Spende zukommen lassen.
Freitag, 17. Mai 2013
Mittwoch, 15. Mai 2013
"Star Trek Into Darkness" [US '13 | J.J. Abrams]
Ironischerweise packt „Into Darkness“
immer dann, wenn er euphorisch in die Zukunft deutet; in die
unendlichen Weiten des Alls, weg von der Erde - eben dahin, wo noch
nie zuvor ein Mensch gewesen ist. Gemeinsam mit dieser Crew, diesen
liebevoll reanimierten Pop-kulturellen Überlassenschaften, die
Abrams, das Autorenteam und ganz besonders die Darsteller-Riege um
Chris Pine und Zachary Quinto nach wie vor so wunderbar leichtfüßig
zu neuem Leben erweckt. In diesen schnippischen Dialogen zum
Beispiel, den Beziehungsproblemchen und Verbal-Schlachten, die
abseits einer leider immer noch etwas zu albern geratenen
Scotty-Performance, selten die neu entdeckte Ernsthaftigkeit
konterkariert. „Into Darkness“ verliert sich lediglich etwas im
obligatorischen Höher-Weiter-Schneller-Prinzip, das gerade in
etwaigen Hollywood-Franchises so gewissenhaft Anwendung findet. Denn
bereits nach dem bombastisch getricksten Auftakt, in dem Spock um ein
Haar von einem Vulkan verschlungen wird, fragt man sich, wie viel
enger die Lage zumindest für ihn nun überhaupt noch werden soll.
Eine Befürchtung, die Abrams – ohne zu viel zu verraten - in den
folgenden, überraschend kurzweiligen 120 Minuten zumindest teilweise
entkräften kann. Auch ein Verdienst von „Sherlock“-Darsteller Cumberbatch, dessen schauspielerische Fertigkeiten das zahnlose
Skript aber nie so wirklich auszureizen imstande ist. Umso
beeindruckender, dass die britische Stimmgewalt auch so
Vorgänger-Bösewicht Bana problemlos an die Wand spielt und während
des generischen Showdowns zumindest vorläufig bei der Stange hält.
Das Finale ist sowieso so ein Thema für sich: Während gerade der
theatralische Kirk-Spock-Moment ganz entscheidend den Weg für
weitere Abenteuer ebnet, verliert sich der bestimmende Konflikt
schließlich in einem Zweikampf aus der Mottenkiste. Doch auch hier gilt:
Der Blick geht in die Zukunft, in die unendlichen Weiten des Alls,
dahin, wo noch nie zuvor ein Mensch gewesen ist. „Into Darkness“
ist kein Grund, sich nicht darauf zu freuen.
7/10
Samstag, 11. Mai 2013
Unvergessliche Film-Momente #3
„Ist das Leben nicht schön?“ [US
'46 | Frank Capra]
Wirklich gemocht habe ich James Stewart
ja noch nie und auch in puncto Weihnachtsfilm habe ich definitiv
andere Favoriten; und doch hat diese Szene mein Herz erobert. Die Art
wie sich Donna Reed ziert, wie Stewart endlich einmal so etwas wie
Charme versprüht und natürlich auch, wie die Szene schließlich
trocken aufgelöst wird. Ein kleiner, magischer Weihnachts-Moment, der
mir zuallererst bei „Bruce Almighty“ als Zitat begegnete.
„Up“ [US '09 | Pete Docter &
Bob Peterson]
Eine virtuos umgesetzte, ungemein
berührende Montage. Selten versagten sich die Pixar-Studios
eindringlicher einem festen Zielpublikum. Der Film verflacht unter
dem spürbaren Disney-Einfluss leider zunehmend, diese fünf Minuten
werden ihn aber für immer eine Erwähnung wert sein. Große
Animationskunst.
„Tampopo“ [JP '85 | Juzo Itami]
Die Liebe zum Essen, ausgedrückt in
diesem unglaublich komischen Film, der neben dieser sehr eigenen
Version eines Schüler-Mentor-Gesprächs, viele weitere
unvergessliche Momente bereithält. Wer also wissen will, was rohe
Eier und Sex gemeinsam haben, wie Missverständnisse zu seltsamen
Tischmanieren führen können oder wie man richtig beim Franzosen
bestellt, der sollte sich „Tampopo“ anschauen.
„Biutiful“ [MX, ES '10 | Alejandro
González Iñárritu]
Eine erste Begegnung mit dem jung
verstorbenen Großvater im Jenseits. Iñárritu, ein Meister der
leisen Momente. Bardem in einer seiner besten Rollen. So schlimm wird
sie schon nicht sein; diese Sache mit dem Sterben.
Die beste Szene eines Filmes, der mir
insgesamt eher weniger zusagte. Der Song „I Am A“
wird übrigens nicht von Clooney, sondern Dan Tyminski gesungen.
„Into the Wild“ [US '07 | Sean
Penn]
Ein phänomenaler Hal Holbrook und
Emile Hirsch im Gespräch zuvor - unfassbar intensiv. Direkt daran knüpft diese Szene an. William Hurt's Spiel tut fast
weh. Man achte einmal auf den Moment, in dem er die „Third-Wall“
für kurze Zeit vergessen macht. Bewegende Minuten in einem guten,
aber leider auch etwas platten und überladenden Aussteiger-Drama.
Die musikalische Untermalung ist zum niederknien.
„Fear and Loathing in Las Vegas“
[US '98 | Terry Gilliam]
Ja, ja, ja, eigentlich ein Zitat.
Ich will mit meinem Anwalt sprechen!
„8 Mile“ [US '02 | Curtis Hanson]
„Fuck the free world!“
„Children of Men“ [US, UK '06 |
Alfonso Cuarón]
Einer von vielen, absolut großartigen
Tracking-Shots (Emmanuel Lubezki!) aus dem
besten SiFi-Beitrag der vergangenen dreißig Jahre. Mittels digitalem
Schnitt und perfektem Timing gelang auch diese vier-minütige
Action-Plansequenz ohne erkennbaren Schnitt.
„Abbitte“ [UK '07 | Joe Wright]
Szene gibt's hier. Wo wir schon gerade bei Tracking Shots
sind. Den dazugehörigen Film habe ich nie gesehen, die Plansequenz ist trotzdem der pure Wahnsinn.
„In Her Skin“ [AU '09 | Simone
North]
Neben der eigentlichen Tat in diesem
fiesen, über weite Strecken sehr intensiven Fernsehfilm,
sticht obiges, ungemein dynamisch photographiertes Opening heraus.
Überhaupt veredelt gerade die exzellente Kamera-Arbeit dieses auf
wahren Ereignissen beruhende Psychogramm zusätzlich. Die finalen
Nacktszenen wurden aus unerfindlichen Gründen unkenntlich gemacht,
Männer Neugierige werden aber sicherlich auch die
„ungeschnittene“ Version auftreiben können – oder schauen sich
diese verloren gegangene Perle am besten gleich in aller Gänze an.
"Boogie Nights" [US '97 | P.T. Anderson]
2:55 Minuten - länger braucht Anderson nicht um einen gesamten Mikrokosmos, mitsamt all seiner wunderbaren Figuren einzuführen.
Sonntag, 5. Mai 2013
"Iron Man 3" [US '13 | Shane Black]
Irgendwie und irgendwo bewegt sich
dieser große Franchise-Knall im ganz guten Durchschnitt
zeitgenössischen Action-Kinos, irgendwie gehört er auch zu den
besseren Comicverfilmungen und irgendwo hat er zeitweise auch Spaß
gemacht. Aber jetzt, einen Tag nach dem Kinogang, ist die Erinnerung
an diesen netten Film auch schon wieder verblasst, der vorläufige
Höhepunkt einer neuen Superhelden-Trilogie nur noch eine Montage
aus willkürlichen Action-Sequenzen vor meinem geistigen Auge. Es
sind leider zu oft übliche Dramaturgie-Konventionen und die
ewig-gleichen Mechanismen, die Shane Black bedient. Nun ereilt
nämlich nach Bond und dem Dark Knight auch Tony Stark, dem großen
Exzentriker, das Schicksal eines angeknacksten und
durchpsychologisierten Helden. Das ist gerade in Anbetracht seines
Auftritts in „Avengers“ - der immer wieder als Referenzmaterial
für seine instabile Psyche herhalten muss – eher peinlich. Für
große Verblüffung sorgt dafür Black's wunderbarer Story-Twist,
dessen Drehbuch sich überhaupt selten wirklich ernst nimmt und für
Robert Downey Jr. einige herrliche Dialogszenen bereithält, ehe der
ziemlich redundant geratene Showdown (Iron Man scheint fast obsolet)
wieder auf den ernüchternden Boden der Tatsachen zurückholt.
5/10
Mittwoch, 1. Mai 2013
Zuletzt gesehen: April 2013
"Krieg der Welten" [US '05 | Steven Spielberg] - 5/10
"Ninja Assassin" [US, DE '09 | James McTeigue] - 2/10
"Stoker" [UK, US '13 | Chan-wook Park] - 6/10
"I Give It A Year" [UK '13 | Dan Mazer] - 4/10
"Tarzan" [US '99 | Kevin Lima & Chris Buck] - 6/10
"E.T." [US '82 | Steven Spielberg] - 6/10
"Before the Devil Knows You're Dead" [US '07 | Sidney Lumet] - 6.5/10
"Psycho" [US '60 | Alfred Hitchcock] - 8/10
"Chinatown" [US '74 | Roman Polanski] - 7/10
"Wer hat Angst vor Virginia Woolf?" [US '66 | Mike Nichols] - 7/10
"Nick und Norah" [US '08 | Peter Sollett] - 5/10
"Thor" [US '11 | Kenneth Branagh] - 5/10
"Geständnisse" [JP '10 | Tetsuya Nakashima] - 6/10
"Orphan" [US, CA, FR, DE '09 | Jaume Collet-Serra] - 4/10
"John Rambo" [US '08 | Sylvester Stallone] - 2/10
"Die innere Sicherheit" [DE '00 | Christian Petzold] - 7/10
"Guan yin shan" [CN '10 | Yu Li] - 8/10
"The Wire" [US '02 | Season 1] - 7.5/10
"Rango" [US '11 | Gore Verbinski] - 7/10
Sonntag, 28. April 2013
"Kap der Angst" [US '91 | Martin Scorsese]
Verschenkt. Scorsese scheitert nicht,
aber er lässt (zu) viel Potenzial ungenutzt. Ermöglicht der Beginn
nämlich noch eine gewisse Identifikation mit De Niro's Charakter, der
Selbstjustiz als Mittel dafür versteht, wahre Gerechtigkeit gegen
einen „schuldigen“ Anwalt walten zu lassen, verwehrt er diese
Chance mit dessen ersten, übertrieben blutrünstigen Taten fast
gänzlich. Aus einem Diskurs über Moral und Verantwortung erwächst
zunehmend ein – wenigstens – spannend erzählter Rache-Thriller.
De Niro wird leider (nur) zum unberechenbaren Psychopathen degradiert;
Ansätze die Sympathien ins Gegenteil zu verkehren oder zumindest das
Gerechtigkeits-Bewusstsein des Zuschauers an undefinierte Grenzen zu
führen, bleiben eben nur Ansätze. Das Unvermögen Vieler seine
Fehler einzugestehen oder sie unter dem Deckmantel von Paragraphen
scheinheilig zu rechtfertigen, thematisiert der Film auch nur
stellenweise - dafür aber in einem großartigen Dialog zwischen
einem genüsslichen De Niro und einer devoten, nuanciert spielenden
Lewis festgehalten. Am Ende geht alles irgendwie seinen richtigen
Gang; das Böse ist ausradiert, die schmutzigen Hände reingewaschen,
wenngleich es Scorsese versteht, einen gewissen, leisen Zweifel
bestehen zu lassen.
6/10
Mittwoch, 24. April 2013
Zach Braff's neuer Film jetzt bei Kickstarter
Zach Braff („Scrubs“) möchte nach
seinem Regie- und Drehbuch-Debüt „Garden State“ (2004) mit der Arbeit an seinem zweiten Film beginnen. Einziges Problem: Es fehlt das Geld. Via
Kickstarter kann man jetzt dessen neuestes Projekt „Wish I Was
Here“ - eine Art Fortführung seines Debüts – finanziell etwas
unter die Arme greifen - und sei es nur mit einem Dollar und guten
Gedanken. Wenn die angepeilten 2 Millionen US-Dollar bis zum 24. Mai 2013 erreicht werden, garantiert ihr damit ein Zustandekommen seines neusten Films und Braff's uneingeschränkte,
künstlerische Freiheit. Das bedeutet keine Casting-Vorgaben
irgendwelcher Studios, keine ungewollten Drehbuchänderungen, keine
„Fake-Locations“ und das alleinige Recht auf den Final Cut.
Weitere Infos und ein erklärendes Video gibt es auf der
dazugehörigen Kickstarter-Seite.
Samstag, 20. April 2013
"Küßchen, Küßchen ...und noch ein Küßchen"
Kaum jemand meisterte den schwierigen
Gratwandel zwischen Abscheu und Faszination so stilsicher, wie der
scharfsinnige Waliser mit den norwegischen Wurzeln. Roald Dahl hat
nicht nur den (schwarzen) britischen Humor nachhaltig geprägt, sein
literarisches Schaffen hinterließ auch in Filmform seine
einzigartigen Fußspuren. So zeigte sich der ehemalige Royal Air
Force – Pilot für eine Reihe von bekannten Filmstoffen
verantwortlich. Unter anderem entsprangen die Ideen zu weltweit
erfolgreichen Filmen wie „Charlie und die Schokoladenfabrik“
(hier schrieb er sogar das Drehbuch), „Matilda“, Kindheits-Traumata „Hexen, Hexen“
oder nicht zuletzt „The Gremlins“ seiner zynisch-makaberen Feder.
Zwei Bond-Skripte und eine Vielzahl seiner Kurzgeschichten erfuhren
ebenfalls eine Film- oder Serien-Umsetzung. Unter Literaten erfreute
sich der Sohn norwegischer Eltern vor allem als Meister der
schwarz-humorigen Pointe, die eine Vielzahl seiner (Kurz-)Geschichten
bis zu seinem Tode ausmachten, besonderer Beliebtheit.
Und ein Meister der wenigen Worte war
er auch. Wie Dahl auf nur wenigen Zeilen ebenso
pointiert, wie ungemein elegant einen Protagonisten zum Leben erwecken
konnte, sodass er uns kümmert und wir mit ihm bangen und leiden, so
doch er das Abenteuer heil überstehen möge. Wie er mit nur wenigen
Worten und effektiv platzierten Buchstabenfolgen eine Atmosphäre
kreierte, die alles und jeden in ihren unheilvollen Bann zog. Oder
wie er auf den letzten Seiten immer mit einem Twist um die Ecke kam,
den er entweder wie einen Tsunami über uns hineinbrechen ließ
(radikal: „Schwein“) oder den er schon zuvor vage andeutete, um
ihn in einem Anflug sadistischer Freude zu seinem makaberen Ende zu
führen. „Küsschen, Küsschen...und noch ein Küsschen“ führte
die Kurzgeschichten-Sammlungen „...und noch ein Küsschen“ (1953)
und „Küsschen, Küsschen“ (1960) schließlich zu einem 346
Seiten starken Sammel-Band zusammen. Der Titel ist naheliegend:
„Küsschen, Küsschen...und noch ein Küsschen“.
Plötzliche Todesfälle, rachsüchtige
Ehefrauen und phantastische Mutationen - einmal mehr kennt Dahl's
Themenvielfalt auch hier kaum Grenzen. Immer wieder durchkreuzt das
Element des Zufalls die Pläne aller Protagonisten und das Grauen und
die Komik erschließt sich – wie sollte es auch anderes sein - aus
der Trivialität des alltäglichen Lebens. Wenn „Roald Dahl's Buch
der Schauergeschichten“ (eine Sammlung von Kurzgeschichten, die
Dahl auf Grundlage von Recherchen für eine nie veröffentlichte
US-Serie zusammengeführt hatte) der phantastische Grusel, das
schaurige Späßchen war, dann ist „Küsschen, Küsschen...und noch
ein Küsschen“ der zynische Bastard von Bruder, dessen Grauen aus
wissenschaftlichem Größenwahn („William und Mary“) und
moralischer Verdorbenheit sehr viel Mark-erschütternder seine Kreise
im Kopfe des Lesers zieht.
Wenn chronische
Vereinsamung zu drastischen Maßnahmen führt („Die Wirtin“),
skrupellose Abzocker ihrer gerechten Strafe zugeführt werden („Des
Pfarrers Freude“) oder euphorische Hochstimmung in unfassbarer
Metamorphose gipfelt (fies: „Gelée Royale“). Immer trifft Dahl
den richtigen Ton; sorgt entweder für einen skeptischen Blick nach Hinten, dafür vielleicht doch noch ein Stück tiefer in den warmen
Sessel zu sinken oder einfach für ein leises, kaum wahrnehmbares
Schmunzeln. Und immer gesellt sich zu dieser sprachlichen
Leichtigkeit, der Eleganz mit der es Figuren und Situation mit nur
wenigen Worten zu erschaffen galt, auch der unerbittliche Drang nach
Wahrhaftigkeit und nach einer Moral inmitten verkommener
Gesellschaftsordnungen – nicht selten mittels Ironie („Lammkeule“).
“A person who has good thoughts
cannot ever be ugly. You can have a wonky nose and a crooked mouth
and a double chin and stick-out teeth, but if you have good thoughts
they will shine out of your face like sunbeams and you will always
look lovely.” - Roald Dahl
Donnerstag, 18. April 2013
"The Descent - Part Two" [UK '09 | Jon Harris]
Einmal mehr ebenso obligatorische, wie
bemüht blutrünstige Fortsetzung eines funktionierenden Vorgängers.
Und ganz getreu dem Sequel-Wahn seines Genres, wird einfach alles
wieder auf Anfang gesetzt. Hochgradig stumpfsinnige Plot-Aufhänger
gehören da fast schon zum guten Ton, schließlich will die knapp dem
Tod entronnene Protagonistin des Erstlings wieder möglichst schnell
Untertage befördert werden, um anschließend gemeinsam mit einer
handvoll erprobter Genre-Klischees dem sicheren Tod ins hässliche
Auge zu blicken. Dann wird gestorben, geschwitzt, geblutet, gestöhnt,
getreten, geschlagen, zerquetscht und gezogen, um dann in
einem – zumindest – konsequenten Showdown zu gipfeln. Neu ist
hier selbstredend nichts, Qualitäten des Vorgängers gehören längst
vergessen, es geht natürlich nur um's freche Namendropping,
schließlich verdient sich selbst dieser leichte Dollar nicht von
alleine. Hier und da gibt’s ein paar Jump Scares, talentfreie
Schönheiten, Gekröse ohne jeglichen Rahmen und unter'm Strich ein
Sequel, das niemand braucht. Ein großer Haufen Blödsinn - das wissen die Macher, das wissen die Fans; die nötigen
Taler sind am Ende trotzdem verdient.
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