Freitag, 1. Juni 2012
Zuletzt gesehen: Mai 2012
"Nicht auflegen!" [US '02 / Joel Schumacher] - 6.5/10
"3000 Miles to Graceland" [US '01 / Demian Lichtenstein] - 6/10
"Scrubs" [US '08 / Season 8] - 7/10
"Beverly Hills Cop III" [US '94 / John Landis] - 6/10
"LOL (Laughing Out Loud)" [FR '08 / Lisa Azuelos] - 5/10
"Mar adentro" [IT, ES, FR '04 / Alejandro Amenábar] - 6.5/10
"The Sopranos" [US '99 / Season 1] - 7/10
"Sherlock: Ein Skandal in Belgravia" [UK '12 / Paul McGuigan] - 7/10
"Natural Born Killers" [US '94 / Oliver Stone] - 4/10
"Up in the Air" [US '09 / Jason Reitman] - 4.5/10
"The Thing" [US '82 / John Carpenter] - 7/10
"Élève libre" [BE, FR '10 / Joachim Lafosse] - 5/10
"Alice im Wunderland" [US '10 / Tim Burton] - 6.5/10
"The Avengers" [US '12 / Joss Whedon] - 7/10
"Sherlock: Die Hunde von Baskerville" [UK '12 / Paul McGuigan] - 4/10
"Sherlock: Der Reichenbachfall" [UK '12 / Paul McGuigan] - 8/10
"Amores Perros" [MX '00 / Alejandro González Iñárritu] - 7/10
"Red Cliff" [CN, US '08 / John Woo] - 3/10
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Mai 2012,
Zuletzt gesehen
Mittwoch, 30. Mai 2012
Das ABC der Schauspieler - Heute: Brad Pitt
Leon hat mit dem Buchstaben "B" die zweite Runde eingeläutet!
1.) Was war der erste Film des Schauspielers und wann ist dieser erschienen?
„Hunk“ - 1987.
2.) In welchem Film habt ihr diesen Schauspieler zum ersten Mal gesehen?
In „A River Runs Through It“ von Robert Redford.
3.) Warum gefällt dir dieser Schauspieler?
Pitt ist sicherlich nicht der beste Schauspieler, hat sich über die Jahre aber stetig weiterentwickelt.
4.) Was gibt es zu bemängeln?
Seine Frau.
5.) Welche Filme würdet ihr anderen Lesern unbedingt empfehlen?
„Fight Club“, „Sieben“, „Babel“ (!).
6.) Welcher Film konnte dich nicht überzeugen?
„The Mexican“
7.) Welche Szene fällt dir spontan ein? Nenne deine erste Eingebung.
Das Gespräch mit Cate Blanchett in Marokko.
8.) Was ist dein favorisierter Film mit diesem Schauspieler?
„Babel“
Montag, 28. Mai 2012
Retro: "Beverly Hills Cop" [US '84 | Martin Brest]
Es ist wenig überraschend, dass bei
einer Film-Reihe, die derart auf ihren Hauptdarsteller zugeschnitten
scheint, alles von den Sympathien des Zuschauers gegenüber eben
diesem abhängt. So hängt die Bewertung von „Beverly Hills Cop“
auch maßgeblich von dessen Hauptattraktion ab: Eddie Murphy. Und
selten war der Ausruf "love him or hate him" angebrachter, als
beim schnell-plappernden Superbullen, dessen Stimme sich mit einer
brutalen Konsequenz in deine Gehörgänge zu bohren weiß. Doch Fakt
ist, wenn es einen Zeitpunkt gab, an dem man Eddie Murphy lustig
finden durfte, dann war dieser mit den „Beverly Hills Cop“ -
Filmen gekommen. So stellen diese in der Vita Murphy's doch dessen
absoluten, künstlerischen Höhepunkt dar (was jedoch eher als
zweifelhaftes Qualitätsmerkmal gelten dürfte). Und jetzt wäre
vielleicht der richtige Zeitpunkt für ein Bekenntnis, dessen ich
mich – wenn ich einmal genauer überlege – eigentlich auch gar
nicht so sehr zu schämen brauche: Ja, ich mag Eddie Murphy, ich
finde ihn ab und an sogar richtig lustig und ich rechne es dem
sprücheklopfenden Quatschkopf sogar sehr hoch an, dass er mich auch
lange nach meiner Actionfilm-affinen-Teenager-Zeit noch überaus gut
zu unterhalten weiß – Eddie, du alter Scheißkerl!
Es ist schon erstaunlich wie Eddie
Murphy einen Film, mit einer solch absurd großen Fülle von Logiklöchern und sogar einigen dramaturgischen Hängern, nur durch
seine bloße Präsenz derart aufzuwerten vermag. Ärgert man sich im
einen Moment noch darüber, dass das Sicherheitspersonal Murphy durch
ihre eigenen Fenster wirft, anstatt ihn praktischerweise einfach
durch die Tür zu geleiten, sind solch grobe Drehbuchschnitzer beim
nächsten amüsanten Wortschwall Murphy's schon längst wieder
vergessen. Murphy ist ein Entertainer - durch und durch - und hat nichts
von jenen austauschbaren Actionhelden inne, die in den frühen
Achtzigern und lange danach ihre großen Erfolge feiern durften
(Trivia: Stallone war ursprünglich für die Rolle des Axel Foley
vorgesehen). Murphy trägt den Film, Murphy kompensiert sogar einen
Großteil der reichlich vorhandenen Schwächen. Das fängt beim
einfallslos zusammengeschusterten Crime-Plot an und hört beim
nichtssagenden Antagonisten aus. Im Grunde genommen ist „Beverly
Hills Cop“ eigentlich auch kein sonderlich guter Film und wäre er
heutzutage herausgekommen, hätte ich ihm seine dummdreiste Penetranz
und seine (damals schon) ausgelutschte Story auch um einiges übler
genommen, doch eine mächtige Portion Nostalgie und ein irgendwie
witziger Eddie Murphy, lassen mich dann doch irgendwie erleichtert
feststellen: „Beverly Hills Cop“ ist ein wenig mehr, als eine verklärte
Kindheitserinnerung und lässt mich selig in Zeiten schwelgen, als
Eddie Murphy noch lustig war...
5.5/10
Freitag, 25. Mai 2012
Games: "Anno 1404" [DE '09 | Ubisoft]
Es gibt vermutlich keine Spiele-Reihe,
die das klischierte Bild des Deutschen in aller Welt so sehr zu
bedienen und bestätigen scheint, wie jene des Mainzer
Spiele-Entwicklers Related Designs und dem Düsseldorfer
Entwickler-Team Blue Byte: Der Spieler sollte Geduld, Fleiß und
Organisationstalent mitbringen, um nachhaltig erfolgreich zu sein
(also Attribute, die uns seit jeher nachgesagt werden), dem Import /
Export – Geschäft kommt zentrale Bedeutung zu (kein Problem für
den ehemaligen Export-Weltmeister) und Diplomatie &
Handelsgeschick sind wichtige Schlüssel für eine wirtschaftlich
gesunde Stadt – sogar die Steuern regeln sich nicht von allein! Das
Spielgeschehen wird dabei fortwährend von einer angenehmen
Gelassenheit begleitet, ab und an erinnert eine ruhige
Erzähler-Stimme an jene Dinge, die man noch zu erledigen hat und
ansonsten ist man vor allem damit beschäftigt, seine Volkswirtschaft
zu weiterem Wohlstand zu verhelfen.
Die Rede ist natürlich von „Anno“
- die liebste Spiele-Reihe der Deutschen. Und dieser Umstand kommt
nicht von ungefähr: Quasi als Spiel von Deutschen für Deutsche
gestaltet sich „Anno“ als eine der komplexesten
Wirtschaftssimulationen – es dauert bis man sich in die
Gegebenheiten eingearbeitet, die unzähligen Möglichkeiten erforscht
und all die komplexen wirtschaftlichen Zusammenhänge erfasst hat. Es
braucht einiges an Zeit und Geduld und der Anfang macht gerade als
Casual Gamer nicht immer Spaß. Von daher ist es wenig überraschend,
dass die „Anno“-Reihe nie interessant war für den amerikanischen
Mainstream, welcher sowieso sehnsüchtig auf den alljährlichen, mit
dem nächsten kalkulierten Tabubruch daherkommenden „Call of
Duty“-Teil wartet.
2009 führten die deutschen
Spiele-Entwickler dann endlich ihre bekannteste Spiele-Reihe weiter.
Drei Jahre nach dem dritten Teil erschien „Anno 1404“ und führte
einerseits die alte Tradition dieser nunmehr fünf Teile umfassenden
Strategiespiele-Reihe fort, ging mit einigen Änderungen aber auch
gänzlich andere Wege als der Vorgänger „1701“. Grafisch macht
Teil Vier in jedem Fall alles richtig: Das Wasser sieht realistisch
aus, die Städte erscheinen in nie dagewesenem Glanz und die
Umwelt-Physik ermöglicht eine authentische Spielwelt. „Anno 1404“
ist erlebbarer, dynamischer, vor allem aber realistischer geworden.
Doch auch spielerisch hat sich beim Gegenstück zur „Age ofEmpires“ - Reihe einiges getan. So ist das Bedürfnis-System durch
die Integration von neuen Bedürfnis-Stufen nochmals um einiges
komplexer geworden und gerade im späteren Spielverlauf wird es
unfassbar schwierig, es der gesamten Bevölkerung recht zu machen. So
wird das Wirtschafts- und Handelssystem nicht nur immer verflochtener
und unübersichtlicher, auch die Beschaffung von seltenen Rohstoffen
und die anschließende Weiterverarbeitung gestaltet sich nicht immer
als derart unproblematisch wie vielleicht erwünscht.
Womöglich hören sich diese Zeilen
nicht nach einem sonderlich spaßigen Spiel an und zu einem gewissen
Grad erfordert „Anno 1404“ auch einiges an Geduld, doch ist man
einmal eingetaucht in diese Welt, in diese schier unmögliche Fülle
an Möglichkeiten, dann beschert einem „Anno 1404“ viele, viele
Spielstunden großen Spielspaß. Ist man erst einmal im Anno-Fieber
denkt man nur noch daran, wie man seine Stadt größer, reicher und
strukturierter machen könnte, welche Produktionsstätte man
verlagern, welche man neu errichten sollte und auf welche Insel (im
Oxident oder Orient) man expandieren sollte, um neue Rohstoffquellen
zu erschließen. Während man im ersten Moment noch zufrieden war mit
seiner Stadt, erschließen sich einem im nächsten Moment ungeahnte
Möglichkeiten, waren die Bewohner vor wenigen Sekunden noch
zufrieden mit etwas Fisch, revoltieren sie im nächsten Moment nur
für ein paar blöde Seidenhemden und war man vor einigen
Augenblicken noch ein friedlicher Diplomat, muss man sich im nächsten
zum brutalen Feldherren aufschwingen (Militär spielt dennoch eher
eine gesonderte Rolle). „Anno 1404“ entwickelt eine ganz eigene
Spieldynamik, ohne schnell hektisch oder unübersichtlich zu werden
und ist jedem zu empfehlen, der auf ausgeklügelte
Wirtschaftssimulationen steht, denn momentan gibt es in diesem
Bereich kaum etwas besseres.
8/10
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