Samstag, 5. Oktober 2013

"Gravity" [UK, US '13 | Alfonso Cuarón]

Gewinnerin ist hier vor allem Sandra Bullock, der man eine solche Performance (gerade in Anbetracht einer eigentlich schwachen Rolle) überhaupt nicht mehr zugetraut hätte und der stetig pumpende, elektrisierende Score von Steven Price. Cuarón scheut überdies nie den Weg leiser Sentimentalitäten und großer Gesten. Überhaupt ist „Gravity“ ein zutiefst amerikanischer Film, der immer an einen Ausweg, eine alles zum Guten wendende Lösung glaubt; und wenn das nicht klappt, gilt es dem Tod zumindest mit einem Lächeln zu begegnen. Lediglich Clooney's flache Figur, der man gerade zum Einstieg und in der Folge ein, zwei Sprüche zu viel spendiert, trifft nicht immer die eigentlich lethargische Tonalität des Films. Solche Bilder jedenfalls – wieder einmal erschaffen vom beeindruckenden Emmanuel Lubezki – hat man so noch nie gesehen und man fragt sich, wie das alles, Kino im Schwebezustand quasi, überhaupt gedreht worden ist; vielleicht das größte Kompliment, dass man einem Kinofilm momentan noch machen kann.

7.5/10  

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